Die Leistung und der Erfolg von Mitarbeitern wird in deutschen Unternehmen viel zu wenig wert geschätzt! Dabei sollte es eigentlich zum guten Ton gehören, dass die Angestellten gelobt werden und dass man nicht mehr verlangt als nötig. Du möchtest deine Mitarbeitenden besser behandeln? Dann haben wir hier einige Ideen, wie du sie auf verschiedenste Weise motivieren kannst!
#1 Mit gutem Vorbild vorangehen
Wenn du deine Mitarbeiter zu mehr Leistung oder Loyalität anspornen willst, solltest du selbst vorleben, was du von ihnen konkret erwartest! Außerdem schadet es nicht, die eigenen Wünsche und Bedürfnisse der Belegschaft gegenüber einfach mitzuteilen. So lässt sich am direktesten und einfachsten herausfinden, wer bereit ist, mehr zu geben und sich vollends reinzuhängen.
Konkret wird es jedoch erst, wenn du gezielte Schritte in die richtige Richtung gehst. Schicke ausgewählte Mitarbeiter zum Beispiel auf ein Fortbildungsseminar oder lass sie einen Workshop besuchen. Noch besser: Gehe selbst mit und mach die Erfahrung zusammen mit deinen Angestellten! Viele Geschäftsführer lassen sich hiervon abschrecken, doch wenn du deine Mitarbeiter wirklich überzeugen willst, solltest du ihnen auch auf Augenhöhe begegnen und nicht an starren Hierarchien festhalten!
#2 Feedback geben und Lob offen aussprechen
Warum fällt es Menschen in Führungspositionen eigentlich so schwer, ihre „Untergebenen“ zu loben? Ein paar wohlwollende Worte haben noch absolut niemandem geschadet – ganz im Gegenteil sogar: Wer für seine Arbeit und seinen Einsatz gelobt wird, ist in der Regel produktiver und viel konzentrierter bei der Sache. Vermutlich fürchten viele „Höhergestellte“, dass Mitarbeiter faul werden und sich auf den sprichwörtlichen Lorbeeren ausruhen. Wenn dem so ist, sollte man sich ernsthaft fragen, woher diese Missgunst, ja fast schon Paranoia kommt.
Generell tun sich viele schon mit simplem Feedback schwer. Der oder die Angestellte ist dann auf sich selbst gestellt und darf sich fragen, ob die eigene Performance den Anforderungen nun Genüge getan hat oder nicht. Dieses unnötige Sorgenmachen und Grübeln könnte ganz einfach umgangen werden, indem man einfach herzlicher mit seinen Angestellten umgehen würde!
#3 Verantwortung abgeben
Es ist Alltag im deutschen Arbeitsleben, dass der Chef allein die Entscheidungen trifft und damit auch die Verantwortung trägt. Nicht wenige trauen ihren Angestellten einfach nicht zu, verantwortungsvoll im Namen der Firma aufzutreten, fürchten um ihren ach so guten Ruf oder negieren grundsätzlich jegliche Hilfe in allen betrieblichen Belangen. Da darf man sich dann auch nicht wundern, wenn es nicht vorangeht, weil sich alles bei einer einzigen Person staut. Egal, ob es der längst überfällige Urlaubsantrag oder wichtige Innovationen sind, die die Firma zukunftssicher machen würden.
Tritt daher aus deiner vermeintlichen Komfortzone heraus und lerne, Aufgaben zu delegieren! Verantwortlichkeiten auf mehrere Schultern verteilen verleiht deinem Personal Unabhängigkeit, die es benötigt, um sich für das Unternehmen einsetzen zu können und um sich selbst optimal – beruflich wie privat – zu entwickeln. Mitarbeiter, die mit anpacken dürfen, wandern zudem seltener zur Konkurrenz ab und tragen dazu bei, dass das nötige Know-how bewahrt wird.
#4 Den Zusammenhalt im Team fördern
Wer glaubt, dass es allein die Aufgabe der Mitarbeiter ist, sich zusammen zu raufen und für ein positives Betriebsklima zu sorgen, irrt sich gewaltig! Ein harmonischer Teamgeist muss vorgelebt und aktiv kommuniziert werden! Die alljährliche Weihnachtsfeier geht bereits in die richtige Richtung, es sollte aber weit darüber hinausgehen. Mit „weit darüber hinaus“ ist nicht etwa größtmögliche (finanzielle) Anstrengung gemeint, sondern eine gelebte Mitarbeiterkultur, die sich durch wiederkehrende Teambuildingmaßnahmen auszeichnet. Wichtig ist, dass die Belegschaft bewusst zusammengeführt wird, sodass ungezwungener Austausch entstehen kann.
Um Punkt #2 nochmal aufzugreifen, kann der Zusammenhalt bereits dadurch gefördert werden, indem nach erfolgreichen Projekten ein kleiner Umtrunk oder eine Art „Siegerehrung“ stattfindet. Die, die etwas erbracht haben, fühlen sich so gesehen und andere werden motiviert.
#5 Flexible Arbeitszeiten
Was Arbeitszeiten angeht, legen sich viele Unternehmen unfassbar viele Steine selbst in den Weg. Warum sperren sich so viele gegen flexible Arbeitszeiten und Home-Office? Liegt es an der menschenverachtenden Merz-Politik? Für viele Menschen ist es ein enormes Entgegenkommen, wenn sie ihre wöchentliche Arbeitszeit reduzieren können, beispielsweise um mehr Zeit für die Familie, die Kindererziehung oder einfach für sich selbst zu haben!
Längst nicht jeder glaubt an die Mär des unbegrenzten Wachstums, dass von der Regierung gerne mal erzählt wird, um die Produktivität des Landes zu steigern. Nicht wenige sind extrem überreizt und übersättigt, weniger Wachstum und auch weniger vom vermeintlichen Wohlstand würde eine Erholung fördern, statt noch mehr Angestellte zu „verbrennen“ (Stichwort: Burnout!).
Wenn du daher deine Mitarbeiter motivieren willst, stimme ihre Arbeitszeiten mit ihnen individuell ab! Insofern der Job von zu Hause erledigt werden, sollte es auch die Möglichkeit geben, dies zu tun! Was spricht dagegen? Im Prinzip nur das Festhalten an starren Strukturen, die längst überflüssig sind und die hochgelobte Produktivität unnötig ausbremsen.
#6 Boni einführen
Wenn sich Arbeit wieder lohnen soll, muss man als Vorgesetzter wissen, was für die eigenen Angestellten als lohnens- und erstrebenswert gilt. Das können Bonuszahlungen bei Erreichen eines bestimmten Ziels sein oder aber auch zusätzliche Urlaubstage. Auch ein gemeinsamer Firmenausflug kann auf der Agenda stehen. Wenn die Zahlen stimmen und die Stimmung gut ist, sollte auch Zeit für
Lob, Anerkennung, Dankbarkeit und die wohlverdiente Verschnaufpause sein! Wer aber immer 100 % geben muss, wird früher oder später krank oder unzufrieden!
Was wäre, wenn sie ihren am härtesten arbeitenden Mitarbeitern von sich aus einen Tag Urlaub spendieren würden? Oder einem langjährigen Kollegen einen Kurztrip finanzieren? Einfach mal Sonnenbrille, Reisetasche und Handtücher bedrucken lassen und als Dankeschön mitgeben. Ungewöhnliche Wege gehen und sich ernsthaft mit den Mitarbeitern auseinandersetzen, kann wahre Wunder bewirken!
#7 Sich selbst beraten lassen
Du steckst gedanklich in einer Sackgasse fest und benötigst Hilfe? Dann nutze zu allererst deine internen Fachkräfte, um dich beraten zu lassen, bevor du teure Coachings bezahlst, die dir alles, solange der Preis stimmt. Seinen Mitarbeitern so sehr zu vertrauen, dass man sie in geschäftliche Entscheidungen einbezieht und ihnen zumindest aufrichtig zuhört und sich ehrliches Feedback einholt, beweist Menschlichkeit und wird in der Regel als sehr wertschätzend empfunden. Also, einfach mal die eigenen Mitarbeiter um ihre ehrliche Meinung bitten, dann ist guter Rat nicht unbedingt teuer!


